Heute war ich mal wieder ein Engel...

Achtung, Engel bei km 30
Achtung, Engel bei km 30

nicht, dass sonst kein Engel wäre (wehwehweh.fragdochmutti.de) ;-) aber heute hatte ich es zumindest mal schriftlich, quasi auf die Brust tätowiert... ein Engel der guten Tat und zwar beim Hamburg Marathon … bevor ihr jetzt gleich den Notarzt zu mir rüberschickt, ich bin natürlich nicht mitgelaufen…. und da paddeln nicht geht und auf den Rädern nur die Polizisten waren, habe ich mich an den Rand gestellt … aber nicht irgendwo, sondern an km 30 und habe dort geholfen die Versorgung aufrecht zu erhalten. Bananen für den Sieg!

 

Ich sage euch, dass ist gar nicht so einfach wie es sich anhört, also neben dem frühen Aufstehen am Sonntag meine ich. Das Problem ist, dass die Läufer ja nicht schön der Reihe nach kommen sondern – wie soll es anders sein – im Rudel! Mal abgesehen von den Kenianern und Äthiopiern, die schon nach 1,3 Std. bei uns vorkommen und sich für 2 Std. Marathon auch nicht groß versorgen und wenn, dann wird es eh schwierig, bei rd. 20 km/h den Becher zu greifen und nicht gleich alles zu verschütten … der gute hat es an vier (!!) Tischen probiert und musste dann doch ohne die Elektrolyte auszugleichen weiter … na sagen wir mal rennen, laufen ist das schon nicht mehr.... aber eins konnte ich jetzt bezeugen, auch sie schwitzen ordentlich und reißen das nicht wie ein „Sonntagsspaziergang“ runter ;-)

 

Aber dann kommt es halt, von den 12.000 Läufern kommen dann gefühlte 10.000 Läufer auf einmal und wollen trinken, essen und Energie tanken … liebe Logistiker, hier kann man Nachschub lernen.... hätte nie gedacht, dass man da mit sechs Biertischen voller Becher und acht 30 Liter Kanister zum nachfüllen nicht hinter herkommt … da geht was durch!

 

Aber auch die sind dann bald alle versorgt (oder eben ohne weitergerobbt) und bei der Nachhut entspannt sich das ganze ,dann und da muss man sein Zeug noch mit viel verkäuferischem Geschick (nicht war Kerstin? ;-) an den Marathon-Mann (oder Frau) bringen … auch wenn sie gar nicht trinken wollen … ist gesünder und wie sach ich immer: „trinken, bevor der Durst kommt“ . Das bringt mich dann zu dem paradoxen Schlussakkord des Tages, obwohl ich literweise Elektrolyte ausgeschenkt habe, stellten sich bei mir beim Abbau leichte Kopfschmerzen ein, der Grund? Zu wenig getrunken …. Elektrolyte beherrschen Dich und nicht Du die Elektrolyte!

 

Auf jeden Fall wird einem da schnell klar, was für eine Orga dahinter hängt, damit jemand in 4 Std. 42km laufen kann, von der Registrierung über die Streckensperrung bis hin zur Verpflegung (inkl. Massage wer möchte) und den abschließenden Kehrwagen der Stadtreinigung… da stecken sicherlich ein paar tausend „Mannstunden“ Planung und Projektmanagement hinter - Respekt auch dafür – aber vor allem natürlich den Läufern! Da fahr' ich doch lieber wieder 1.200 km mit dem Rad...

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