Chapeau Frau Ilmenau

Pfingsten war es endlich mal wieder Zeit für eine kleine Flußwanderung. Dieses Mal haben wir uns für die Ilmenau entschieden und ich muss sagen, es war kein Fehler. Ich habe jetzt schon einige norddeutsche Flüsse durchwandert, aber die Ilmenau gehört ab sofort zu meinen Favoriten!

 

Eine abwechslungsreiche Landschaft, die hohe Fließgeschwindigkeit und optimale Zugverbindung zwischen Lüneburg und Uelzen machen diesen Flußabschnitt einfach perfekt.

 

Auch wenn der gut 900 m lange Umtrageweg, den ein Anlieger wegen berechtigtem Privatinteresse erwirkt hat, weil viele Paddler sich leider wieder mal nicht respektvoll gegenüber der Natur und dem Privatbesitz der Anrainer verhalten haben. Manchmal wünscht man sich schon einen Paddelführerschein, damit nun nicht alle anderen diese Suppe auslöffeln müssen. Aber dennoch die Umtrage ist hier sehr gut ausgebaut und mit Bootswagen ganz gut zu meistern, wenn auch sehr anstrengend mit voll gepackten Kajaks. Noch ein weiterer kleiner Nachteil bis zu dieser Umtragstelle ist, das man auf Grund der hohen Böschungen kaum anlanden und rasten kann. Aber um so schöner geht es dann danach weiter. Dieses mal rasten wir noch auf dem ersten kleinen Biwakplatz, den wir uns fast mit den Kühen teilen müssen, aber wenn man abends noch ein wenig mehr Zeit hat, kann man auch gut noch ein Stück weiterfahren. Dann kommen zahlreiche Wiesenflächen, die zum wilden Campen nahezu einladen … wenn es erlaubt wäre ;-)

 

Nach einem regnerischen Morgen, den unsere Nachbarn unter freiem Himmel verbracht haben (Respekt, was halt so ein echter Pfadfinder ist... ;-) bricht der Himmel quasi auf und gibt die Sonne frei. Eigentlich lädt die Temperatur noch nicht zum baden ein, dass sehen aber nicht alle so und müssen sich nach einer Schlacht mit einem doch etwas dickerem Ast geschlagenen geben und entscheiden sich zum Notwassern!

 

Nach einer Stunde ist dann alles wieder in trockenen Tüchern und es kann weitergehen und die Ilmenau hält noch einiges für uns bereit. Neben Steinen, Büschen und Ästen, die einen bei der Tour echt zur Aufmerksamkeit zwingen, tun dies die Schafe, Bullen, Pferde und sonstiges Tier ganz automatisch. Leider buhlt auch der Kuckuck schon recht früh und nachhaltig um unsere Aufmerksamkeit. Ein durchaus als aggressiv zu bezeichnender Schwanenvater hingen, ist über unsere Aufmerksamkeit an seinem Nachwuchs gar nicht angetan und beißt sich an meinem Deck die Zähne aus wobei ich zusehe, dass ich Land...ähm Wasser gewinne ;-)

 

Dem nun weltbekannten Bienenbüttel schenken wir wiederum wenig Aufmerksamkeit, denn wir müssen ein wenig Zeit aufholen und Sprossen sind eh nicht so unser Ding.

 

Gegen Abend fahren wir dann nicht ganz bis Lüneburg, sondern halten schon vor den Toren der Stadt, um noch eine Nacht am Campingplatz Rote Schleuse mit integriertem Badesee zu verbringen, den scheinen sie sogar irgendwie nochmals extra zu kühlen. Wahrscheinlich um eine Bergfrische zu simulieren.

 

Kanu aktiv, der Kajakverleiher der Extraklasse, holt noch die zwei zusätzlichen Kajaks ab, die nebenbei bemerkt sehr gut Necky Seekajaks fahren, und wir können uns nach so viel Kühen am (Fluss)Wegesrand ein paar weitere Steaks auf dem Grill nicht verkneifen...

 

Frohe Pfingsten und heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage!

Wasserwandern auf der Illmenau
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